Brief zur Forderungsbetreibung in Österreich und International

Internationales Zivilrecht / Forderungsbetreibung in Italien

Die Forderungsbetreibung oder die Eintreibung von Außenständen in Österreich und in Italien erfolgt von unserem Kanzleisitz in Klagenfurt aus nach strengen Abwicklungskriterien und mit dem Ziel der raschen Realisierung der Forderung. Unter zeitgleicher Prüfung der Zahlungsfähigkeit des Schuldners wird dieser über die Höhe des Außenstandes und über die beabsichtigte Einleitung rechtlicher Schritte (Klage) informiert.

Bei einer positiven Reaktion seitens des Schuldners nehmen wir umgehend Verhandlungen auf, um ein möglichst rasches außergerichtliches Inkasso sicherzustellen. Erstes Ziel ist es, außergerichtlich den offenen Betrag inklusive Verzugszinsen und der Kosten für unser Einschreiten einbringlich zu machen, um das Kostenrisiko einer Prozess- und Exekutionsführung für den Gläubiger zu vermeiden. Wenn die außergerichtliche Betreibung scheitern sollte, leiten wir nach einer genauen Analyse des Prozesskostenrisikos die gerichtliche Forderungsbetreibung ein und vertreten unsere Mandanten im Zivilverfahren vor österreichischen und italienischen Gerichten.

Die Vermögens- und Bonitätsrecherche ist Teil der Forderungsbetreibung in Italien

Als Fachanwälte für Italien verfügen wir dabei über die Möglichkeit, eine genaue Vermögens- und Bonitätsrecherche über italienische Schuldner vorab zu erstellen. Dabei sind wir mangels entsprechenden Bankgeheimnisses in Italien in der Lage, Informationen über bestehende Bankverbindungen und Kontenstände des jeweiligen Schuldners einzuholen. Entsprechendes gilt auch betreffend Informationen über die Einkommenslage des Debitors. Zusätzlich ermitteln wir durch Abfragen diverser italienischer Register, ob der Schuldner über registrierte Güter wie Fahrzeuge, Immobilien, Schiffe, maschinelle Anlagen und andere pfändbare Vermögenswerte verfügt, um die Einbringlichkeit der Forderung bestmöglich abschätzen zu können. Bezahlt der Schuldner nach Erhalt der Mahnung, wird der ausstehende Betrag samt Zinsen und Mahnkosten unmittelbar auf das Konto des Klägers überwiesen. Es entstehen dabei meist keine Kosten.

In beiden Rechtssystemen

Wir kennen das italienische und das österreichische Rechtssystem samt den Funktionsmechanismen der Justiz gleichermaßen und setzen die Forderungen unserer Klienten in beiden Ländern durch. Die erfolgreiche Forderungseintreibung beginnt mit der Wahl des anzuwendenden Rechts und des Gerichtsorts. Wir geben schon im Vorfeld des Inkassos im Rahmen von Vertragsabschlüssen unseren Klienten je nach Situation die richtige Empfehlung und beraten umfassend über die richtige Rechtswahl. So führt beispielsweise nach italienischem Recht bereits ein einfaches Mahnschreiben zur Unterbrechung der Verjährung. Mit jedem Mahnscheiben kann bei Anwendung italienischen Rechts die Verjährung beliebig lang hinausgezogen werden. Im Übrigen beträgt die Verjährungsfrist, wenn italienisches Recht anwendbar ist, zumeist 10 Jahre. Nach österreichischem Recht hingegen beträgt die Verjährungsfrist für die meisten Forderungen in der Regel 3 Jahre und kann der Ablauf der Verjährung einseitig durch den Gläubiger nur durch rechtzeitige Klagseinbringung verhindert werden. Ein Mahnschreiben hat nach österreichischem Recht keinerlei Hemmungs- oder Unterbrechungswirkung, was den Lauf der Verjährungsfristen anbelangt.

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